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hair saloonLiebe ist eine zeitlose Macht, die einen glücklich oder unglücklich machen kann. Auf jeden Fall ist Liebe voller Spannung, wirbelt das Leben durcheinander und vollbringt Unerwartetes. So erleben es auch meine Protagonisten ...

Gefangen - 3 von 3

Lennart beobachtete aufmerksam Delias Mienenspiel. Er war auf ihren Ungehorsam und den anschließenden Widerstand vorbereitet gewesen. Aber er war ihr nicht böse. Er würde ihr die Zeit lassen, die sie brauchte, sich mit ihrer Aufgabe und den Regeln abzufinden. Sie kannte derartige Spiele offensichtlich nicht. Dafür bestand die Chance, sie zu einer devoten Gespielin zu erziehen, eben weil sie unverdorben und unerfahren war.
Ihre Mimik faszinierte ihn. Wenn er es richtig deutete, dann führte sie gerade einen schrecklichen Kampf mit sich selbst, einen Kampf gegen ihre Moral und gegen ihre Angst.
«Ich werde dir nichts tun. Also knie dich wieder hin und sei gehorsam!», forderte er sie auf und schob ihr mit dem Fuß ein Kissen vor die Füße, auf dem ihre Knie sanft landen würden, falls sie seinen Befehl befolgte.
Seine Tonlage irritierte Delia. Sie klang versöhnlich, sanft, beinahe – bittend. Ihre Lippen zitterten und sie fröstelte.
«Bitte knie dich hin, Delia. Ich möchte dich nicht noch einmal züchtigen!»
Delia nickte. Sie biss sich auf die Unterlippe. Dann ging sie vorsichtig hinunter in die Knie und war erleichtert, ein weiches Polster anstelle des harten Bodens zu fühlen.
«Gut, schon besser.»
Lennart konnte sehen, wie sehr sie sich bemühte, ihre Unsicherheit zu überspielen und einen beherrschten Gesichtsausdruck aufzusetzen, aber ihm entging trotzdem nicht das leichte Beben ihres Körpers.
«Ich möchte, dass du dich völlig aufgibst und dich mir überlässt. Dein Fühlen, Denken, Handeln gehört ab sofort mir! Und dein Körper gehört mir!»
Der Ausdruck «gehört mir» gellte wie das höhnische Lachen eines Teufels in Delias Ohren.
«Wenn du das schaffst, wird unsere gemeinsame Zeit für dich sehr angenehm sein. Wenn du rebellierst, werde ich dich züchtigen, und glaub’ mir, du hast keine Ahnung, was dieses Wort wirklich bedeutet!»
Delias Herz klopfte panisch. Sie atmete schwer ein und aus, und auf einmal genierte sie sich, dass sie nackt war. Noch nie in ihrem Leben hatte sie sich so hilflos und verwirrt gefühlt. So ausgeliefert. Aber plötzlich wusste sie, was sie zuvor falsch gemacht hatte.
«Ja, Herr, ich werde mich bemühen, Ihre Wünsche zu erfüllen. Ich bitte um Entschuldigung. Ich wollte Sie anfassen. Das hätte ich nicht tun dürfen, ich hatte es nur vergessen. Es tut mir leid. Bitte verzeihen Sie mir.» Sie reckte ihm ihr Gesicht entgegen.
Verblüfft schaute Lennart auf sie herab. Ihre Verwirrung und Angst war unübersehbar, und dennoch hatte sie es geschafft, ihm nicht nur aufmerksam zuzuhören, sondern den Grund seines Handelns zu verstehen. Er war beeindruckt, auch über ihre überaus höfliche Ausdruckweise. Seine Wahl hätte nicht besser ausfallen können. Wie gut, dass er ihrer Ablehnung nicht nachgegeben und immer wieder um ihre Dienste nachgefragt hatte!
Sie hörte das zufriedene Lächeln aus seiner Stimme heraus, als er ihr antwortete. «Gut, ich nehme deine Entschuldigung an, Sklavin.»

Lennart begann mit ihrem Körper zu spielen. Er streichelte sie, mit seinen Fingern, mit zarten Küssen, mit einer Feder, mit den Lederfransen einer Peitsche. Dies waren Momente, in denen er die Welt um sich herum vergaß, es gab nur noch ihn und seine Sklavin. Delia sollte ihre Gedanken ausschalten, ihren Willen aufgeben. Es war sinnlich, was er machte. Er verlangte völlige Hingabe. Sie sollte und durfte seine Liebkosungen genießen. Sie hatte keine Ahnung von dieser Art Spiele. Hervorragend. Er würde sie nach seinen Wünschen formen. Es würde ihm Vergnügen bereiten sie zu erziehen, bis sie ihm bedingungslos gehorchte. Auch wenn sie sich noch ein wenig zierte.
Aber der Blick, mit dem sie ihn bei jeder Begegnung angeschmachtet hatte, hatte alles gesagt. Sie begehrte ihn und wollte begehrt werden, sie hatte sich nur nicht getraut. Er würde diesen Umstand zu seinem Vorteil ausnutzen. Er würde sie süchtig machen. Süchtig nach ihm.
Als er jedoch ihre Pobacken teilte, seine Finger zart über ihre Rosette fuhren, versuchte sie ihm auszuweichen. Noch nie hatte sie dort jemand berührt und es war ihr unangenehm. Es wurde ihr schmerzlich bewusst, dass er jederzeit in sie eindringen konnte. Er brauchte nicht zu fragen, war nicht an den respektvollen Umgang gebunden, den Partner miteinander pflegen sollten. Sie war gefesselt und er hatte für dieses Spiel bezahlt. Er konnte sie nehmen, wie er wollte, zärtlich oder brutal, sogar in ihren Anus eindringen. Niemand würde ihn davon abhalten. Sein Finger wurde aufdringlicher. Sie schrie entsetzt auf.
«Nein, nicht! Lassen Sie mich gehen! Ich kann das nicht! Niemand hat mir gesagt, was –»
Er unterbrach sie mit einem lauten Lachen. Das übermütige Lachen eines Mannes, der weiß, dass er im Vorteil ist und diesen schamlos nutzen wird.
«Warum sollte ich dich gehen lassen – jetzt, wo ich dich endlich besitze, Sklavin? Du vergisst dich!»
Erneut lachte er leise und durchtrieben, dann knurrte er: «Nein, ich werde dich nicht gehen lassen. Du bist ungezogen, wenn du das verlangst und hast eine Strafe verdient!»
Er drückte ihren Kopf bis auf den Boden herunter, stellte sich über sie, klemmte sie fest zwischen seinen Beinen ein und begann ihr abwechselnd mit der linken und rechten Hand auf Po und Schenkel zu klatschen. Zuerst leicht, dann schärfer und immer schneller, zweimal auf dieselbe Stelle. Dann woanders hin. Dann wieder zurück.
Delia biss die Zähne zusammen. Sie verstand zwar nicht, warum er dies tat, aber sie war sich bewusst, dass sie es ertragen musste, bis er es genug fand. Und vielleicht machte er es kurz, wenn sie es widerstandslos hinnahm.
Es war ein beißender, brennender Schmerz, der bald ihren Po und ihre Schenkel überzog. Sie wimmerte leise, und es war ein ganz eigenartiges, bislang unbekanntes Gefühl, das sie dabei erfasste. Eigentlich hätte sie sich schämen müssen, diese Situation als demütigend empfinden, ihn dafür abgrundtief hassen. Aber dieses Gefühl wollte sich partout nicht einstellen. Ihr rebellierender Verstand und ihr nach Berührungen lechzender Körper wollten sich nicht auf eine einhellige Meinung festlegen. Stattdessen fühlte sie bestürzt, wie ihre Schamlippen mehr als zuvor von feuchter Wärme heimgesucht wurden, und ein verlangendes Ziehen ihren Unterleib erfasste …

© Sira Rabe