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hair saloonLiebe ist eine zeitlose Macht, die einen glücklich oder unglücklich machen kann. Auf jeden Fall ist Liebe voller Spannung, wirbelt das Leben durcheinander und vollbringt Unerwartetes. So erleben es auch meine Protagonisten ...

Dienerin zweier Herren - Leseprobe

Leseprobe aus dem Inhalt

Sie tranken aus und dann tanzten sie wieder, mal eng umschlungen und sanft, mal wild und ausgelassen. Dabei redeten sie nur wenig. Juliane hatte das Gefühl, ihr Kopf wäre völlig ausgeschaltet. Sie sah ihn an und seine dunklen Augen schienen sie zu fixieren. Sein Blick war unergründlich, geheimnisvoll und geradezu betäubend. Sie fühlte seine Hand, wie sie über ihren Rücken streichelte oder über ihren Po. Ihr erstes Erschrecken über seine Forschheit hatte sich gelegt. Inzwischen sehnte sie sich danach, mehr von ihm berührt zu werden. In ihrer Fantasie fühlte sie seine Hände auf ihrer nackten Haut. Die Menschen um sie herum verschwammen zu einer Masse ohne Individuen, Köpfe in einem dunklen Nebel, ohne Details, ohne Profil.

Die Musik dröhnte in ihren Ohren. Ihr Puls raste durch ihre Adern und ihr Herz drohte zu kollabieren, wenn bei jeder seiner Berührungen Stromstöße durch ihren Körper jagten. Da nahm er auf einmal ihre Hände nach hinten auf ihren Rücken. Sein Griff war fest, aber nicht schmerzhaft. Es war ein überraschend aufregendes Gefühl und deshalb ließ sie ihn gewähren.

Er küsste sie leidenschaftlich und das Züngeln in ihrem Mund erschien ihr fast wie das Eindringen in ihre Vagina. Fordernd, ohne Zurückhaltung. Noch enger als zuvor bewegten sie sich inmitten der anonymen Menge. Eines seiner Beine war zwischen ihren und ihre Schenkel rieben sich aneinander. Ein süßes Ziehen setzte in Julianes Unterleib ein und sie fühlte, dass ihr Slip feuchter und feuchter wurde. Oh Himmel, was machte dieser Mann mit ihr. Er war zügellos, ja sogar unverschämt. Als sie seine andere Hand fordernd auf ihrer Brust spürte, zuckte sie zusammen, wollte sich ihm entwinden. Das ging nun wirklich zu weit, inmitten anderer Menschen an ihr herumzufummeln. Aber weder vor seinen Händen noch vor seinem Mund gab es ein Entkommen. Schließlich gestand sie sich ein, dass es sie erregte, ihm ausgeliefert zu sein. Wimmernd erwiderte sie seinen Kuss und fühlte, wie seine Finger ungehindert und schamlos über ihren harten Nippel rieben, wie ihre Schamlippen dabei anschwollen und ihr Körper nach Erfüllung gierte.

«Ich will dich ganz und gar!», flüsterte Domenico in ihr Ohr. «Lass uns zu dir gehen. Du wohnst doch ganz in der Nähe, stimmt’s?»

«Ja, gegenüber vom Juweliergeschäft», hauchte Juliane, noch völlig benommen.

Jetzt, in dieser Nacht? Soll ich oder soll ich nicht?

Domenico nahm ihre Hand, hängte ihr die Jacke über die Schultern und zog sie mit sich die Treppe hinauf.

Sie brauchten nur gut fünf Minuten, doch diese kurze Zeit genügte, Julianes Verstand zurückzubringen. «Wir sind da. Aber ich bin mir nicht sicher, ob …»

«Pssst.» Domenico drängte sie in den unbeleuchteten Hauseingang, presste sie an die Wand und küsste sie gierig.

Warum nur fühlte sie sich in seiner Gegenwart so verdammt schwach? Sie ließ es geschehen, dass er sie umarmte, zuerst ihren Mund küsste, dann ihren Hals und dann seine Nase in den Ausschnitt ihrer Bluse schob, tief einatmend, während seine Hände ihren Rücken hinabglitten, bis sie ihren Po erreichten und kneteten.

Juliane brannte von einer Sekunde zur anderen aufs Neue lichterloh. Ihre Brustwarzen schmerzten, sehnten sich nach seiner Eroberung. Domenico öffnete zwei Knöpfe ihrer Bluse. Er streifte das Körbchen des BHs ein Stückchen beiseite, legte ihre Brust frei und saugte ihre Brustwarze in seinen Mund.

«Nein, nicht hier», wehte Juliane entsetzt ab und war zugleich von seiner Unverschämtheit überwältigt. So sehr hatte sie noch nie jemand gewollt. Aber sie war keine billige Nutte, die es auf der Straße trieb.

Doch Domenico gab nicht nach. Anstelle seines Mundes packten nun seine Finger fordernd ihren Nippel, als hätte er ihren Einwand nicht gehört.

Julianes Knie wurden immer weicher und sein Mund knurrte nah an ihrem Ohr in einem Tonfall, der Gehorsam forderte: «Schließ auf und lass uns nach oben gehen!»

Er ließ sie los und zog den Stoff über ihre Brust. Zitternd kramte Juliane nach dem Hausschlüssel in ihrer Tasche. Sie vermochte überhaupt nicht mehr zu denken. Sie wollte nur noch eines, dass er in die Hitze ihres Schoßes eindrang, und das beunruhigte sie zutiefst. Sie musste verrückt sein, sich darauf einzulassen. Aber warum eigentlich nicht? Es widersprach zwar völlig ihren Prinzipien, gleich in der ersten Nacht mit einem ihr noch fremden Mann ins Bett zu gehen, nicht wissend, ob eine feste Beziehung folgen würde. Ihre Freundin Bea hätte dies, ohne mit der Wimper zu zucken, gemacht. Allerdings hatte auch noch nie ein Mann in so kurzer Zeit dieses brennende Verlangen in Juliane geweckt. Mit einer Intensität, dass sie sich ihm am liebsten gleich auf der Treppe hingegeben hätte – wenn sie sicher gewesen wäre, dabei nicht von irgendjemandem überrascht zu werden.

© Sira Rabe