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hair saloonLiebe ist eine zeitlose Macht, die einen glücklich oder unglücklich machen kann. Auf jeden Fall ist Liebe voller Spannung, wirbelt das Leben durcheinander und vollbringt Unerwartetes. So erleben es auch meine Protagonisten ...

Dein, Sein, Mein - Seite 2


Wie viel sollte sie ihm von sich selbst erzählen? Von einem zunächst ängstlichen, dann enthusiastischen Neuling hatte sie sich zu einer erfahrenen Expertin weiterentwickelt. Aber der Hype, den sie zu Anfang empfunden hatte, das Kennenlernen verschiedener Spielvarianten, war mit jeder neuen Session, mit jedem neuen Top, immer schneller verflogen und hatte sie süchtig gemacht nach Mehr.
„Ich suche jemanden, der seine Dominanz nicht nur spielt, nicht nur für einige Stunden herauslässt, sondern lebt. Oder kurz gefasst: Ich suche jemanden, der die personifizierte Dominanz ist“, erwiderte sie schließlich mit klopfendem Herzen. Jedes Wort war wichtig, jede Betonung. Ihr Schoß mahnte sie voller Begierde, ihre Sache gut zu machen, aber die mehr und mehr steigende Erregung trug nicht dazu bei, sich zu konzentrieren. „Ich brauche jemanden, der mich gekonnt unterwirft, der gerecht, unnachgiebig und streng ist.“ Und der zuallererst mal meinen Stolz bricht, der wahre Unterwerfung nicht zulässt, fügte sie in Gedanken hinzu, aber das brauchte er nicht zu wissen. Wenn er gut war, würde er es selbst herausfinden, ohne dass sie es ihm auf die Nase band. Wichtig war jetzt nur noch, ihre Vorzüge hervorzuheben. „Meine Erfahrung ist durchaus von Vorteil. Sie werden es bestimmt erregend finden, mit mir zu spielen, Herr.“
„Nenn mir einen einzigen stichhaltigen Grund, warum ich es mit dir versuchen sollte, und fang nicht wieder mit Banalitäten wie deiner Erfahrung an.“
Sophie brach der Schweiß aus. So unauffällig wie möglich atmete sie tief durch. Matchball. Nun kam es absolut darauf an, das Richtige zu sagen und es überzeugend rüberzubringen, sonst war die Chance endgültig vertan. Bislang war kein Interesse herauszuhören, aber der Ruf, der diesem Mann vorauseilte, ließ nur einen Schluss zu: er war der Richtige.
„Sie sind ein Mysterium, Herr, eine lebende Legende. Ein Raunen liegt über der Szene und verkündet, Sie seien der beste Dom in der Stadt.“ Am liebsten hätte sie sich ausgezogen, vor dem Spiegel hingekniet und sich ihm nackt dargeboten. Aber das war es nicht, was eine solche Beziehung ausmachte. Falls er ein wahrer Dom war, würde ihn das nicht beeindrucken. Sie durfte nicht zulassen, dass das Adrenalin in ihren Adern ihr Denken lähmte.
„Lebende Legende? Klingt ein wenig wie gestorben, nun ja, du glaubst also, der beste Dom sei gerade mal gut genug für dich?“, erwiderte er voller Spott.
„Ja. Äh, nein.“ Sophie presste die Lippen zusammen. Sie hatte keine Kontrolle über den Verlauf dieser Unterhaltung und war auf dem besten Weg sich als Idiotin darzustellen.
Reiß dich zusammen! Er hat es nicht nötig, dich anzunehmen. Er kann jede haben, wenn er will, und es gibt genügend Subs, die sich zehnmal devoter geben als du! Blöde Kuh!
„Ich – ich finde bei niemandem wahre Befriedigung, Herr. Bisher war einfach niemand stark genug, mich zu zähmen. Alles ist so kurzlebig, so vergänglich …“ Sophies Stimme erstarb. Das klang jämmerlich und war mehr als peinlich.
„Jetzt kommen wir der Wahrheit näher. Ich halte fest: Du stellst deine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund“, meinte er emotionslos.
„Herr, wenn Sie mich als Ihre Sub akzeptieren, werde ich mich selbstverständlich zurücknehmen und mich vor allem um Sie und Ihre Bedürfnisse kümmern“, antwortete Sophie hastig. „Das ist doch selbstverständlich als Sub.“
Er sollte keinesfalls den Eindruck bekommen, sie wolle ihn nur ausnutzen. Wenngleich er damit nicht so falsch lag. Sie musste dringend daran arbeiten, ihre wahren Absichten besser zu verbergen.
„Ich bin gut, Herr, wirklich. Ich kann das. Ich werde alles geben, Ihnen zu gefallen. Sie werden sehr zufrieden mit mir sein. Ganz bestimmt.“
Sophie neigte frustriert den Kopf. Sie hatte die Worte in aller Hast herausgestoßen. Die Art, wie er das Gespräch führte, sein berechtigter Vorwurf, sie denke doch eigentlich nur an sich, hatten sie völlig aus dem Konzept gebracht. Das hätte nie passieren dürfen. Hatte sie noch eine Chance? Trotz allem hoffte sie inständig auf sein Ja.
Aber vergeblich. Es kam nicht.
„Das genügt mir nicht, Sophie. Du suchst jemanden, der dich zu immer neuen Abenteuern und Höhepunkten trägt. Würdest du aus freiem Willen dein Bestes geben, um deinen Top zufrieden zu stellen, hättest du schon längst deinen Herrn gefunden – oder er dich. Kurz gesagt: dein Angebot reizt mich nicht und ich habe nur deshalb diesem Gespräch zugestimmt, um dir das zu sagen und zu verhindern, dass du auch weiterhin nach mir suchst.“
Sophie fühlte Tränen aufsteigen und wie die Enttäuschung sie lähmte. Sie war bei weitem keine Heulsuse, aber sie hatte all ihre Energie in diese Suche gesteckt, Tag und Nacht an nichts anderes mehr gedacht. Es durfte nicht sein, dass die Chance ihres Lebens vorbei war, ehe sie begonnen hatte. Was sollte sie denn nun machen? Wie und mit wem sollte sie in Zukunft ihren Spaß und ihre Befriedigung ausleben?
„Bitte, Herr, bitte, geben Sie mir wenigstens eine kleine Chance, eine einzige, ein paar Tage, eine Probezeit. Bitte.“ Sie erinnerte sich nicht, jemals um irgendetwas so gefleht zu haben.
„Nein.“ Seine Stimme klang freundlicher als zuvor, ohne diese gewisse Strenge. „Nein, keine Probezeit.“

Einige Rezensionen:

5 von 5 Sternen
einfach fesselnd, 27. Juli 2012
Von Bella (Amazon)

einfach super, ein "fesselnder" Roman mit Happy End.
Ich saß oft mit einem breitem Grinsen über dem Roman...!!!
Es ist mit Sicherheit kein "Schnulzen-Roman", aber wahre Liebe!!!?
Wie würden Sie an Ihrer Stelle entscheiden?
Geben Sie Ihr Leben in die Hände eines Fremden???
Viel Spaß beim lesen!

 

5 von 5 Sternen
Das deutsche "50 Shades of Grey"
, 13. Juli 2012
Von
 *Alice*in*Chains*


Zum Inhalt möchte ich gar nicht so viel sagen, denn das haben vormals schon andere Leser getan.
Was ich allerdings hervorheben möchte, dass es in diesem Buch - im Gegensatz zu dem amerikanischen Bestseller - erotisch knistert.
Schon allein die Sprache ist erotischer und auch die Handlung wesentlich intensiver als der aktuelle Bestseller.
Fazit: Spanned bis zur letzten Seite und absolut lesenswert, für Leute die gerne erotische Bücher (ohne Blümchensex) lesen!

© Sira Rabe