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hair saloonLiebe ist eine zeitlose Macht, die einen glücklich oder unglücklich machen kann. Auf jeden Fall ist Liebe voller Spannung, wirbelt das Leben durcheinander und vollbringt Unerwartetes. So erleben es auch meine Protagonisten ...

Dein, Sein, Mein

Lilly Grünberg

Dein Band 1 Dein; Band 2 Sein

Mit ihrer Gier nach absoluter Unterwerfung durch einen dominanten Top setzt sich Sophie Lorato selbst unter Druck. Auf der Suche nach diesem „Super-Dom“ gerät sie an Leo und stimmt seinen außergewöhnlich harten Regeln zu, obwohl sie nicht einmal weiß, wie er aussieht. Und es kommt schlimmer, als sie es sich ausgemalt hat, denn ihr neuer Dominus versteht sein Handwerk und lehrt sie mit allen Mitteln, was es heißt, eine SM-Sklavin zu sein.

      Im Juli 2012 auf der Amazon-Bestsellerliste
      in der Kategorie Belletristik > Klassiker durchschnittlich auf Platz 5 bis 7
      in der Kategorie Erotik > Romane & Erzählungen durchschnittlich auf Platz 11 bis 16
      in der Kategorie eBook > Belletristik > Gegenwartsliteratur durchschnittlich auf Platz 21 bis 36
      in der Kategorie eBooks > Belletristik > Klassiker im Juni 2013 auf Platz 40

Dein  ISBN 978-3-94260-221-1, Elysion-Books, April 2012 – oder als eBook

Sein

Hingabe, Aufgabe, Besitz … doch wem kann man mit Leib und Seele gehören?

Durch einen Zufall begegnen sich die ehemaligen Schulkameradinnen Nadine und Myriam wieder. Während Nadine glücklich verheiratet ist, hat Myriam gerade ihren Freund rausgeworfen. Als Myriam herausfindet, dass Nadine eine ungewöhnliche sexuelle Beziehung führt, setzt sie alles daran, mehr darüber zu erfahren und erreicht, dass sie von Nadine zu deren privater BDSM-Party eingeladen wird. Während der Party soll Tätowierer Ruben, ein Freund des Hauses, auf die neugierige Myriam aufpassen, damit diese den Verlauf der Party nicht stört. Doch Ruben nutzt die Gelegenheit gleich noch, Myriam eine besondere Lektion nach seinen Vorstellungen zu erteilen.

Als Kosmetikerin ist Myriam darauf bedacht, eine makellos schöne Haut zu besitzen. Tattoos sind in ihren Augen ein Vergehen an der Natürlichkeit der Haut und auch sonst ist Ruben überhaupt nicht ihr Typ. Trotzdem ist sie bereit, seine erotischen Spiele eine Zeit lang mitzumachen, um ihre Neugierde und zugleich ihr sexuelles Verlangen zu stillen. Dabei gerät sie immer tiefer in den Bann des dominanten Mannes …

Sein  ISBN 978-3-94260-232-7, Elysion-Books, Juli 2013 – oder als eBook

MeinMein

Linus ist Pannenhelfer bei den „Orangen Engeln“. Auf der Rückfahrt von seinem letzten Einsatz wird die Autobahn plötzlich wegen eines schweren Unfalls gesperrt und Linus steckt mittendrin im Stau fest. Was soll er tun? Seit Wochen trifft er seine neue Bekanntschaft nur im Chat einer Partnervermittlung und heute soll ihr erstes Live-Date sein. Er darf sie auf keinen Fall versetzen, denn sein Horoskop verspricht ihm, dass er genau heute seine Traumfrau trifft. Nur einer kann ihn in dieser Situation retten: sein bester Freund Maik, der von dieser Idee aber überhaupt nicht begeistert ist. Und dann läuft alles völlig aus dem Ruder ...

ISBN 978-3-94260-251-8, Elysion-Books, Febr. 2015 – oder als eBook

 

Leseprobe aus DEIN

Sophie saß an dem langen Tisch mit der schwarz glänzenden Platte und den blank polierten Chromfüßen und versuchte ihre Nervosität in den Griff zu bekommen. Sie wollte einen ruhigen und gefassten Eindruck vermitteln, devot und zur Unterwerfung bereit, weder verängstigt noch hochmütig, sondern ganz so, wie man sich eine Sub wünschte. Ungern gestand sie sich ein, dass ihr das Treffen mit dem derzeit geheimnisvollsten und begehrtesten Dom der Stadt Herzklopfen bereitete.
Das Zimmer war spartanisch, aber geschmackvoll eingerichtet. Sechs Stühle mit hohen Lehnen, wie sie häufig in modernen Esszimmern zu finden sind. Eine Zeitlang bequem, aber nicht geeignet, darauf zu lümmeln und mehr als ein paar Stunden zu verbringen.
An den Wänden hingen drei große Gemälde, dem Stil nach zu urteilen, vom selben Künstler gefertigt. Moderne Stillleben, die Farben frisch und lebensfroh, auf denen ungewöhnliche Accessoires mit viel Liebe im Detail arrangiert waren.
An der Stirnwand war ein riesiger Spiegel angebracht, der ihr beim Eintreten ihr Spiegelbild entgegen geworfen hatte und gut Zweidrittel der gesamten Wandfläche einnahm. Über dem Spiegel hing ein Raffrollo aus leichtem Stoff, mit dem man diesen jederzeit verbergen konnte. Auf jeden Fall gab der Spiegel dem eigentlich recht kleinen Raum mehr Tiefe. Die Frage war nur, konnte man sich beim Essen wohlfühlen, wenn man das Gefühl hatte, im Spiegel beobachtet zu werden – und zwar nicht nur direkt, sondern vielleicht auch von der anderen Seite?
Sophie war sich nicht sicher, aber sie befürchtete, dass dieser Spiegel in Wirklichkeit ein einseitiges Fenster war und sie schon die ganze Zeit über der kritischen Betrachtung des Fremden ausgesetzt war. Allmählich hielt sie es nicht mehr aus stillzusitzen. In ihren Beinen kribbelte es vor Anspannung. Nur in dem Bewusstsein, dass dies für ihre nähere Zukunft ein ernorm wichtiger Augenblick war und sie diesen nicht aufs Spiel setzen durfte, gelang es ihr, sich zu bändigen. Falls sie tatsächlich beobachtet wurde, war es eine Geduldsprobe, die auch etwas über ihre Qualitäten als Sub aussagte.

Sie hatte die kleinen Lautsprecher, die seitlich des Spiegels hingen, zwar gesehen und sich gefragt, ob sich die zugehörige Stereoanlage wohl im angrenzenden Zimmer befand und warum daraus nicht leise Musik erklang. Es hätte sie ein wenig beruhigt. Trotzdem erschrak sie, als die Stimme so plötzlich zu ihr sprach.
„Guten Abend Sophie Lorato.“
Die Stimme war tief, dunkel und so sexy, dass Sophie ein Prickeln überkam. Es war eigenartig, mit vollem Namen angesprochen zu werden. Nicht Frau Lorato oder einfach nur Sophie, nein, Sophie Lorato. Ob sie diesem Umstand eine Bedeutung beimessen sollte?
Sophie sah in den Spiegel und bemühte sich, nicht erschrocken oder ängstlich auszusehen. Ich bin ich, dachte sie. Aber wie selbstbewusst durfte eine Sub wirken, um trotzdem noch als devot durchzugehen?
„Vielen Dank, dass Sie bereit sind, mich zu empfangen, Herr“, versuchte sie gleichermaßen höflich seine Begrüßung zu erwidern. „Ich weiß das zu schätzen.“
„Davon gehe ich aus. Aber halten wir uns nicht lange mit Floskeln auf, sondern kommen gleich zum Grund dieses Treffens. Warum hast du um ein Gespräch mit mir gebeten?“
Sophie atmete tief durch. Bisher hatte sie sich mit jedem Top geduzt, aber das war im Moment vielleicht nicht angebracht, zumal ihr der strenge Unterton nicht verborgen geblieben war. Eigentlich kannte er den Grund, aber gut, wenn er ihn aus ihrem Mund hören wollte, dann würde sie gehorchen.
„Ich habe viel über Sie gehört, Herr, und wollte Sie in aller Höflichkeit fragen, ob Sie interessiert sind, mein Dom zu werden.“ Verflixt, sie hatte sich besser formulierte Sätze zurecht gelegt. Das lange Warten hatte ihr nicht gut getan.
Nach kurzem Schweigen antwortete er. „Nun, Sophie, das weiß ich und es ist nicht die Antwort, die ich hören wollte. Du verfolgst mich jetzt schon seit fast einem Jahr. Ich dachte, es wäre vielleicht einfacher, ein klärendes Gespräch zu führen und diese Angelegenheit zuende zu bringen, als dir weiterhin auszuweichen.“
„Sie sind mir ausgewichen, Herr? Warum?“, fragte Sophie überrascht und hoffte, dass es nicht zu unhöflich war, um eine Erklärung zu bitten. Sie hätte ihn also schon längst treffen können, statt sich auf der Suche verrückt zu machen? Wo waren sie sich begegnet?
„Du hast mit vielen Tops in dieser Stadt gespielt. Sehr vielen.“
Es fiele ihr leichter, mit ihm von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, als nur mit seiner Stimme konfrontiert zu sein.
„Das stimmt, ich habe mit vielen gespielt. Aber nur weil nicht der Richtige für mich dabei war. Ich hoffe, das spricht nicht gegen mich?“, fragte Sophie ein wenig verunsichert.
„Nicht generell, abgesehen von deinem viel zu rasch ersterbenden Interesse. Du hast eine starke Neigung, deine Tops auszuprobieren ohne dir die Mühe zu machen, sie richtig kennenzulernen oder dich anzupassen. Auch Dominanz kann sich entwickeln, indem man sich nach und nach mehr aufeinander einlässt. Erst kommt das Vertrauen, dann die Demut und mit ihr die Lust. Stattdessen wechselst du voller Ungeduld zum Nächsten. Ein netter Verschleiß, das muss man dir echt lassen.“ Trotz der glasklaren Kritik klang die Stimme eher belustigt als rügend.
„Kein einziger von ihnen strahlte wahre Dominanz aus“, setzte Sophie nach und biss sich auf die Unterlippe. Verdammt. Hatte sie sich nicht vorgenommen, sich unterwürfiger zu geben statt zu widersprechen? Sie starrte in den Spiegel und hoffte inständig, dass ihn die Antwort dazu herausforderte, sich selbst als einen Top mit wahrhafter Dominanz zu sehen und beweisen zu wollen.
„Soso, junge Dame …“
Überhaupt – was sollte diese Diskussion? Gefiel ihm denn nicht, was er sah? Er war doch auch nur ein Mann, der für weibliche Reize empfänglich sein musste. Davon kam jedoch überhaupt nichts herüber. War sie vielleicht zu artig angezogen?
„… und was lässt dich glauben, dass ich dominant genug bin, dich zu zähmen?“
Plötzlich lag Verärgerung in seiner Stimme, als würde sie ihm die Zeit stehlen. Sophie fühlte sich unbehaglich. Das Gespräch verlief nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatte, nicht mal ansatzweise. Zumal sie davon ausgegangen war, ihm leibhaftig gegenüber zu stehen und zu sehen, mit wem sie es zu tun hatte. Schließlich wollte sie das absolut Besondere. Einen Mann, der sowohl dominant als auch attraktiv war. Allerdings lag auch ein gewisser Reiz in dem Geheimnisvollen und es erregte sie, dass er nicht einfach zustimmte, sondern nachhakte.
„Na ja, Herr. Ihr Ruf eilt Ihnen voraus …“, sie zögerte.

© Sira Rabe